Sächsischer Heilbäderverband

Bad Schlema: 100 Jahre Kurbetrieb

07.05.2018

Vor hundert Jahren, genauer gesagt am 16. Mai 1918, wurde in Oberschlema der Kurbetrieb als Radiumbad eröffnet. Damit begann die Geschichte Bad Schlemas als weithin bekannter und anerkannter Kurort für Radonkuren und Erholungsaufenthalte im Erzgebirge. Grund genug für die Gemeinde Bad Schlema, das Jubiläumsjahr mit über das gesamte Jahr 2018 verteilten Veranstaltungen und Aktionen gebührend zu feiern. Höhepunkt bildet dabei das Festwochenende zu Pfingsten vom 19. bis 21. Mai. Am Samstag, dem 27. Oktober wiederum feiert das Gesundheitsbad ACTINON sein 20-jähriges Bestehen mit kulturellen Höhepunkten im Stil der 20er Jahre.

Das Jubiläum „100 Jahre Kurbetrieb im Schlematal“ ist ein Fest für alle Generationen. Bestandteile sind Ausstellungen, Vortragsreihen, Feste und vieles mehr. Den Höhepunkt bildet das Festwochenende zu Pfingsten. „Vom 19. Mai bis 21. Mai erwarten die Gäste im Kurgebiet eine Festmeile, ein buntes Bühnenprogramm am Musikpavillon, eine Oldtimerrundfahrt, ein Gesundheits- und ein Familientag sowie vieles mehr“, verrät Mandy Götze-Willimowski, Leiterin der Gästeinformation Bad Schlema. Am Abend führen die KARO DANCERS unter dem Motto „Unerhörte 100“ Shows im Kulturhaus AKTIVIST auf. Dabei wird die unglaubliche, seines Gleichen suchende Kurbadgeschichte – die Entdeckung der Radonheilwasserquelle, die erste Ausgabe des Heilwassers, die Blütezeit des Kurbetriebes, die dramatische Zerstörung eines weltweit anerkannten Kurbades, die lange prägende Geschichte eines grauen Schlematals und die spektakuläre Wiedergeburt des Kurbades - auf die Bühne gebracht.

Das Jubiläum ist nicht nur auf den Ortsteil Oberschlema beschränkt. „Schon 1899 eröffnete in Niederschlema der ‚Verein deutscher Handlungsgehilfen’ mit Sitz in Leipzig ein großes Erholungsheim nahe des Flößgrabens, das bis in den Zweiten Weltkrieg hinein bestand. Das 1954 im gleichen Haus eröffnete und 1955 im benachbarten Neubau fortgesetzte ‚Nachtsanatorium’ half den Bergarbeitern der SDAG Wismut, sich rasch regenerieren zu können. Bis Ende der 1980er Jahre bot die IG Wismut in diesem Gebäudekomplex Erholungskuren für ihre Mitglieder an“, blickt Mandy Götze-Willimowski von der Gästeinformation Bad Schlema auf die trotz aller Rückschläge durchaus kontinuierliche Kurgeschichte Bad Schlemas zurück. Der Uranbergbau versetzte bekanntlich Anfang der Fünfziger Jahre dem Kurbetrieb einen schweren Schlag. Der gesamte Ortskern Oberschlemas mit Kirche, Gemeinde- und Kurzentrum wurde abgerissen, und alle erschlossenen Radonquellen wurden zerstört und versiegten. Dies bedeutete das vorläufige Ende des Radon-Kurbetriebes. Eine bittere Entwicklung, gehörte doch Bad Schlema damals zu den bedeutendsten Kurorten in Deutschland. Umso erfreulicher war dann die bemerkenswerte Wiedergeburt Bad Schlemas als Kurort nach der Wende 1990. Die Radonquellen wurden wieder erschlossen, das Gesundheitsbad gebaut und die Landschaft renaturiert.

„Heute ist Bad Schlema wieder ein anerkannter Kurort, der vor allem durch seine Radonquellen bekannt ist“, freut sich Prof. Resch, Präsident des Sächsischen Heilbäderverbandes. „Radonanwendungen zeichnen sich durch ihre schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung besonders bei Erkrankungen des Bewegungsapparates und chronischen Schmerzen aus. Aber auch Hauterkrankungen können mit radonhaltigem Heilwasser behandelt werden“, so der Balneologe.

Aktiv wirkt Bad Schlema auch im Verein Europäischer Radonheilbäder EURADON mit. Als weiterer Höhepunkt im Festjahr findet am 5. und 6. Oktober die Herbsttagung des Vereins EURADON in Bad Schlema statt. Erwartet werden Vertreter und Mediziner aus Radonheilbädern Deutschlands, Österreichs, Tschechiens und Polens zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch.

Zentraler Anlaufpunkt für Bad Schlemas Kur- und Erholungsgäste, Tagesgäste und Wellnessurlauber ist seit seiner Eröffnung im Oktober 1998 das Gesundheitsbad ACTINON. Das bis zu 36 Grad warme Wasser der Therme lädt täglich von 9 bis 23 Uhr zum Entspannen ein. Die Saunalandschaft wurde erst im Oktober vergangenen Jahres um eine deutschlandweit einzigartige afrikanische Sonnensauna erweitert. Nunmehr können die Gäste sich in neun verschiedenen Saunen erholen, den Saunagarten mit Warmaußenbecken und Ruhewiese genießen oder einen gesunden Drink an der Saunabar zu sich nehmen. Die Wellnessoase lockt mit einem hochwertigen Behandlungsangebot.

Programm Festwochenende sowie Pressefotos unter: https://communication.meeco.net/press/saechsischer-heilbaederverband

Internet: www.bad-schlema.de und www.kursachsen.de

 

Rückfragen: Katja Morgenstern (Kurgesellschaft Schlema mbH, Marketing), Tel. 03771 / 2155-26; Helfried Böhme (Sächsischer Heilbäderverband), Tel. 0351 / 8975930; Edwin Seifert (meeco Communication Services), Tel. 0173 / 1857930

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